Windows 7: Windows Updater hängt „Es wird nach Updates gesucht…“ – manuelle Installation funktioniert auch nicht

Zuletzt aktualisiert am: 23.03.2017

Wer sein Windows auf den neusten Stand bringen will und den „Windows Updater“ nach neuen Updates suchen lässt, kennt die Meldung „Es wird nach Updates gesucht…“.
Was aber, wenn nach einigen Stunden diese Meldung immer noch angezeigt wird?

Eine Lösung im Internet wird schnell gefunden. Beispiel auf Giga.de: Windows 7 Update fix. Leider hat diese Lösung bei mir nicht ohne Weiteres funktioniert.

Lösung auf Giga.de:

Damit Windows 7 wieder Updates findet, installiert ihr euch folgende Updates in dieser Reihenfolge:

  • KB3078601
  • KB3109094
  • KB3185911
  • KB3020369
  • KB3172605

Damit diese Updates überhaupt installiert werden konnten, musste die Einstellung Automatische Updates auf „Nie nach Updates suchen“ eingestellt werden. Danach Windows neu starten und die Updates nochmals ausführen. Sehr wahrscheinlich werden einige dieser Updates schon installiert sein, was aber kein Problem darstellt, da diese nicht nochmals installiert werden. Danach hat es wieder funktioniert.

Achtung: nicht vergessen die Einstellung Automatische Updates „Nie nach Updates suchen“ wieder rückgängig zu machen.

Nützliche Links

Microsoft Community: Windows Update hängt ewig

Giga.de: Windows-Update hängt – so geht’s trotzdem (Windows 7, 8, 10)

Borns IT- und Windows-Blog: Windows 7 Update findet nichts oder es dauert ewig

Windows 7: Computer (Host) via Remote Desktop neustarten / herunterfahren

Zuletzt aktualisiert am: 02.06.2016

Wer seinen Computer laufen lässt, damit man von extern via Remote Desktop zugreifen kann und später seinen Rechner herunterfahren möchte, wird schnell feststellen, dass die üblichen Menüpunkte zum Herunterfahren und Neustarten im Startmenü verschwunden sind.

Startmenü bei einer Remote Desktop Verbindung
Startmenü bei einer Remote Desktop Verbindung

Das Neustarten und Herunterfahren ist aber dennoch möglich. Mann muss nur wissen wie! (Was ja meistens so ist 🙂 )

Möglichkeit 1

Die erste Möglichkeit ist mit der Tastenkombination „ALT + F4“. Wurde diese Tastenkombination gedrückt erscheint der Dialog zum Herunterfahren:

ALT + F4 - Dialog zum Herunterfahren oder Neustarten
ALT + F4 – Dialog zum Herunterfahren oder Neustarten

Möglichkeit 2

Im Startmenü, im rechten Balken, befindet sich ein neuer Menüpunkt „Windows-Sicherheit“.

Startmenü - Windows-Sicherheit
Startmenü – Windows-Sicherheit

Wird dieser ausgewählt erhält man folgende Funktionen:

Windows-Sicherheit
Windows-Sicherheit
Roter Knopf zum Herunterfahren
Roter Knopf zum Herunterfahren

Möglichkeit 3

Die dritte Möglichkeit ist mit dem Konsolenbefehl „shutdown“.

shutdown /r /t 0
  • /r – neu starten
  • /s – herunterfahren
  • /t – zeit bis zum Neustart

Eine detaillierte Beschreibung zum Konsolenbefehl „shutdown“ findet man im Blogbeitrag Windows: Nützliche Konsolenbefehle.

Windows: Alternative Datenströme (ADS)

Zuletzt aktualisiert am: 02.06.2016

Mit Hilfe von sogenannten alternativen Datenströme (ADS), können im Dateisystem NTFS, zusätzliche Informationen / Daten zu den Hauptdaten gespeichert werden. Da Windows die alternativen Datenströme nicht standardmässig anzeigt, werden diese auch verwendet um Malware oder Daten zu verstecken.

Erstellen eines ADS

Ein ADS wird mit einem Doppelpunkt an eine Datei angehängt: „Dateiname:AD-Streamname“

Anhängen eines Textes:


echo "Ich bin nicht sofort Sichtbar" > normaler.txt:unsichtbar.txt

Schauen wir mit dem Windows-Explorer das Verzeichnis an, in dem die Datei liegt, können wir nur die Datei „normaler.txt“ sehen. Diese Datei scheint jedoch keine Daten zu enthalten, da sie 0 KB gross ist.

normaler.txt
normaler.txt

Anhängen einer Datei:

Es können beliebige Binär- Asciidateien gespeichert werden. In diesem Beispiel wird die „netcat.exe“ angehängt.


type nc.exe > normaler.txt:security.exe

Ausführen einer Datei im ADS

In den meisten Beispielen, im Internet, wird die angehängte Exe-Datei direkt mit dem Befehl start ausgeführt:


start c:\tmp\ads\normaler.txt:security.exe

Leider funktioniert dies bei mir unter Windows 7 nicht. Wird aber ein Systemlink auf diesen ADS gemacht, kann Netcat ausgeführt werden. Daher erstelle ich zuerst ein Systemlink auf diesen ADS:


mklink happy.exe c:\tmp\ads\normaler.txt:security.exe

Jetzt kann mit dem Befehl start Netcat ausgeführt werden:


start c:\tmp\ads\happy.exe

Anzeigen von AD-Streams

Windows 7 / Windows Vista:

Ab Windows Vista wurde der Befehl dir mit dem Parameter „/R“ erweitert. Dieser listet alle dazugehörigen AD-Streams einer Datei auf.

dir /R
AD-Stream
Auflisten von AD-Streams

Windows XP / Windows 2000:

Bei den früheren Windows Versionen musste ein zusätzliches Tool verwendet werden um die AD-Streams anzuzeigen. Dabei kann das Command-Line Tool Streams 1.56 verwendet werden.

Auflisten von AD-Streams mit dem Command-Line Tool Streams
Auflisten von AD-Streams mit dem Command-Line Tool Streams

Als alternative kann auch die GUI-Basierte Anwendung AlternateStreamView v1.35 verwendet werden.

AlternateStreamView v1.35
AlternateStreamView v1.35

Nützliche Links

ADS Wikipedia
Dissecting NTFS Hidden Streams
Alternate Data Streams als Versteck für Schädlinge

Command-Line
mklink Dokumentation
type Dokumentation
start Dokumentation
echo Dokumentation
dir Dokumentation

Tools
AlternateStreamView v1.35
Streams 1.56

Windows 7: Arbeitsspeicher prüfen (RAM-Check)

Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2013

Startmenü Arbeitsspeicher prüfen
Startmenü Arbeitsspeicher prüfen
Hat man den Verdacht das etwas mit dem Arbeitsspeicher nicht mehr in Ordnung ist, da der PC plötzlich langsamer ist oder verschiedene Programme einfach nicht mehr ohne Probleme laufen, bietet Windows 7 ein kleines Tool, um den Arbeitsspeicher zu testen.

Am einfachsten kann dieses Tool über die Suchmaske im Startmenü ausgeführt werden. Dazu sucht man nach „arbeitsspeich“.

Wurde das Tool gestartet, legt man fest, wann die Arbeitsspeicher überprüfung ausgeführt werden soll, sofort oder erst beim nächsten Starten des Computers. Wählt man sofort, wird der Computer für die Ausführung neu gestartet.

Programmfenster Computer auf Speicherprobleme prüfen
Programmfenster Computer auf Speicherprobleme prüfen

Alternative Memtest86+

Möchte man etwas ausführlichere Tests machen, kann dafür das gratis Programm Memtest86+ verwendet werden. Memtest86+ ist ein Fork des schon länger existierenden Memtest86. Auf der Downloadseite von Memtest86+ findet man vorgefertigte ISO-Images für Boot CD’s und ein Auto-Installer für USB-Sticks.

Memtest86+
Memtest86+

Beide Programme (Memtest86+ und Memtest86) und viele weitere nützliche Tools findet man auch auf der „Ultimate Boot CD“.

Ultimate Boot CD
Ultimate Boot CD

Nützliche Links

Wikipedia: Arbeitsspeicher (RAM)
Memtest86+ (Advanced Memory Diagnostic Tool)
Memtest86
Ultimate Boot CD

Windows 7: Windows Kontextmenü bringt den Explorer zum Absturz

Problembeschreibung

Windows Explorer Crash
Windows Explorer Absturz
Nach dem Installieren, Deinstallieren oder Updaten einer Applikation, wird das „Windows Kontextmenü“ nicht mehr angezeigt. Die mehrmaligen Versuche, mit der rechten Maustaste das Kontextmenü zu öffnen, scheitern und bringen den Explorer zum Absturz. Obwohl Windows den Explorer neu startet, kann das Kontextmenü immer noch nicht angezeigt werden.

Mögliche Ursache

In der Registry ist nach dem In-, Deinstallieren oder Updaten ein falscher Kontextmenüeintrag vorhanden. Dieser Eintrag zeigt auf eine nicht mehr vorhandene oder fehlerhafte Datei. Der Explorer wird versuchen diese fehlerhafte Verknüpfung zu laden und stürzt ab.

Mögliche Lösung

In der Registry müssen die fehlerhaften Kontextmenüeinträge entfernt werden, damit diese nicht mehr geladen werden. Die meisten Einträge sind unter folgenden Registry-Pfade zu finden:


HKEY_CLASSES_ROOT\*\shell
HKEY_CLASSES_ROOT\*\shellex\ContextMenuHandlers
HKEY_CLASSES_ROOT\AllFileSystemObjects\ShellEx

Um nicht direkt in der Registry arbeiten zu müssen, gibt es ein gutes Tool von Sysinternals. Das Tool „Autoruns“ ermöglicht das Aktivieren und Deaktivieren von Registry-Einträgen mit einem einzelnen Mausklick. Fehlerhafte Einträge werden hervorgehoben und so sind falsche Einträge schnell gefunden. Ist man sich nicht sicher welcher Eintrag den Absturz verursacht, so können diese einzeln deaktiviert werden, bevor man den Verursacher endgültig entfernt.

Autoruns: deaktivieren eines Kontextmenüeintrages
Hier in diesem Beispiel wurde der Kontextmenüeintrag der Sonic Software Roxio deaktiviert. Nach dem Deaktivieren wurde das Menü wieder erfolgreich angezeigt.

Nützliche Links

Sysinternals Autoruns for Windows v11.22
How to Clean Up Your Messy Windows Context Menu

Error Code: 0x800F0A12 – Fehler beim installieren des Service Pack 1 für Windows 7

Zuletzt aktualisiert am: 20.01.2012

windows-7-sp1-errorWer beim Versuch das Service Pack 1 für Windows 7 (x64) zu installieren, auf den Error Code: 0x800F0A12 stösst, dürfte am Anfang ziemlich ratlos sein. Den dieser Error Code gehört zu den „Unbekannten Fehlern“ und die Windows Hilfe bringt keine nützlichen Hinweise.

Wenn man im Web nach einer möglichen Lösung sucht, findet man die unterschiedlichsten Ursachen:

Beim System, das ich aktualisieren wollte, war das Problem der Punkt 3. Das System hatte 2 Harddisks installiert. Auf der ersten HD war ein Linux mit dem Bootmanager Grub und auf der zweiten HD war Windows 7 x64 installiert. (2 Partitionen – 100 MB System-Partition und eine Partition mit dem „c:\“ Laufwerk)

Die Lösung war eigentlich ganz einfach: Den Stecker der Boot-HD (Grub / Linux) entfernen und von der Windows-HD booten. Damit man nicht irgendwelche Partitionen auf aktiv setzen oder die Bootreihenfolge im BIOS ändern muss, gibt es eine praktische Boot CD, mit dem Namen Super Grub Disk. System mit eingelegter CD starten, dann im Bootmenü „Detect any OS“ wählen. Bei der Auflistung der gefundenen Betriebsysteme, den Windows Bootmanager auswählen und schon wird Windows gestartet. 🙂

windows-7-sp1-installation-startDanach funktionierte es mit der Installation des Service Pack 1 und das Setup konnte gestartet und durchgeführt werden.